Truckers Inn
Das Fahrerlager
HauptseiteAus-und WeiterbildungEure FotosForumKontaktImpressum
Gesetze und VerordnungenLinks und Downloads
Hauptseite


Hallo Freunde,

wir basteln immer noch an dieser Seite. Vielleicht könnt Ihr uns ein wenig bei der optimalen Gestaltung behilflich sein.
Wir haben zum Beispiel noch nicht das oprtimale Bild (siehe oben) gefunden. Vielleicht hat ja jemand von Euch etwas passendes. (900-1024x128 Pixel)

Fragen bitte an:
info@truckers-inn.de

Kapitän der Landstraße

Allein den richtigen Führerschein zu besitzen und einen LKW oder Bus unter dem Hintern zu haben, reicht heutzutage nicht mehr aus, um diesen Titel in Anspruch nehmen zu dürfen.

Und das ist doch auch gut so. Früher haben wir das unter uns ausgemacht und den Neulingen versucht alles beizubringen. Grundsätzlich hat das ja auch all die vielen Jahre und Jahrzehnte ganz gut geklappt, mehr oder weniger. Niemals zuvor gab es ein Maß oder eine Mindestanforderung für unseren Beruf.

Niemand hat jemals danach gefragt, ob man auch wirklich alle Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben und verinnerlicht hat, um diesen Beruf gewissenhaft und verantwortungsvoll ausüben zu können. Der Führerschein allein hat gereicht.

Mal ganz ehrlich, wie viele Fahrstunden hast Du denn in der Fahrschule gemacht und was hast Du dabei wirklich gelernt?

Auch der Beruf des Kraftfahrers unterliegt einem ständigen Wandel der Anforderungen. Aufgaben und Anforderungen hinsichtlich kommunikativer und bürokratischer Grundkenntnisse unterscheiden sich in der heutigen Zeit ganz erheblich von früher. Heute muss ein Fahrer wesentlich mehr auf der Pfanne haben und viel mehr Aufgaben erfüllen, als jemals zuvor. Wir sind Spezialisten geworden, auf der Straße und im Büro.

Wir müssen uns anpassen, wenn wir nicht mehr nur Hilfsarbeiter mit Führerschein sein wollen und uns weiterbilden.

Jeder Fahrer weiß, dass die Kollegen in den Nachbarländern längst den Status von Facharbeitern haben, überhaupt haben sie im Gegensatz zu uns eine Lobby, sie werden geachtet und verehrt, weil sie sich ihrer Macht bewusst sind und sie diese niemals gegen das Volk, sondern immer nur gegen die Obrigkeit einsetzen, um ihre und die Rechte andere durchzusetzen.

Überall im benachbarten Ausland ist sich jeder über die Wichtigkeit unseres Berufes im Klaren, jeder weiß ganz genau, dass wir das Herz allen “Seins“ darstellen. Ohne unsere Arbeit hätte schon morgen niemand mehr frische Lebensmittel oder andere Produkte des täglichen Bedarfs zur Verfügung. Die Supermärkte blieben lehr, ganze Fabriken und fast die komplette Wirtschaft käme zum Erliegen, wenn wir uns geschlossen entscheiden würden, einfach einmal im Bett zu bleiben.

Na klar, abgesehen davon, dass unsere Nachbarn viel solidarischer eingestellt sind, als wir hier in Deutschland, so sind die Kollegen, z.B. in Frankreich auch ganz anders organisiert. Ganz gleich, wem etwas nicht gefällt, z.B. Bauern oder Fahrern, sie bleiben einfach stehen und machen alle Straßen dicht, da dreht sich kein Rad mehr.

Aber auch unser System lässt solche “Generalstreiks“ zu, wenn wir uns Einig sind.

Gewerkschaften

Als Kraftfahrer sind wir in erster Linie Dienstleister. Warum also schließen wir uns nicht einfach der größten und mächtigsten Dienstleitergewerkschaft in Deutschland an?

Klar, in unserem Land gibt es für jede Branche eine separate Gewerkschaft, was für eine Verschwendung?

Das muss Dich aber gar nicht interessieren, denn...

  • ganz gleich, welcher Gewerkschaft Du im Augenblick angehörst, bei einem Wechsel in eine andere Branche, wechselst Du zu der zuständigen Gewerkschaft.
  • ganz gleich, welcher Gewerkschaft Du im Augenblick angehörst, die Beiträge bleiben gleich, gerade einmal 1% von Deinem Bruttolohn, im Falle von Arbeitslosigkeit, irgendwo bei 2 € im Monat.
  • ganz gleich, welcher Gewerkschaft Du im Augenblick angehörst, die sind solidarisch und im Falle eines Falles wird gemeinsam gestreikt.
  • ganz gleich, welcher Gewerkschaft Du im Augenblick angehörst, Hauptsache, Du gehörst einer Gewerkschaft an.

Wenn Du noch keiner Gewerkschaft angehörst, solltest Du das schleunigst ändern, denn nur so werden wir jemals in der Lage sein, unsere Macht zu demonstrieren, denn...

In diesem Land glaubt niemand, dass alles von uns abhängt.

Deine erste Adresse ist die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Logo)

Die sagen Dir dann, welche Gewerkschaft für Dich zuständig ist. Keine Angst, Du kannst da ruhig anrufen und reden, wie Dir der Schnabel gewachsen ist. Wir sind alle “Leidens-Genossen“.

Was bringt Dir persönlich die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft?

  • Informationsquelle bzgl. Deiner Rechte, tariflich und menschlich.
  • Rechtschutzversicherung für eventuelle Streitigkeiten mit Deinem Chef.
  • Spezialisierte Rechtsanwälte, die sich mit Deinem speziellen Problem auskennen.
  • Finanzielle Versorgung im Falle eines Streiks.
  • Und vieles mehr.

Staatliche Kontrolle

Es gibt ja bereits viele Gesetze und Verordnungen zu unseren Gunsten, was aber nützt das alles, wenn es immer mehr und immer häufiger gelingt, diese Vorschriften (auch durch Betrug) zu umgehen?

Und warum wird dieser Betrug auch noch von Kollegen unterstützt?

Warum sind die Kollegen aus unserer (EU) Nachbarschaft viel billiger als wir und können uns so eine Konkurrenz bieten?

Da muss doch der Gesetzgeber noch einmal aushelfen, oder?

Andererseits gibt es tatsächlich viele Kollegen, die Ihre Diagrammscheiben oder auch mit elektronischen Hilfsmitteln, ihre Fahrerkarten manipulieren, um ihrem Chef zu gefallen.

Jedem, der da ins Strafgesetzbuch schaut, wird augenblicklich schwindelig. Urkundenfälschung, Betrug und was sonst noch...

... und das alles auch noch gewerblich, also quasi innerhalb einer Bande...

... krimineller geht’s doch wohl nicht mehr, dass gehört bestraft.

Bis zu 10 Jahre Knast riskieren solche Idioten jeden Tag.

Gerechtigkeit

Ganz ehrlich Leute, Kollegen, die bescheißen, lügen und betrügen, nur um sich einen Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen und damit anderen zu schaden, schaden auch uns und gehören doch wohl bestraft, oder?

Redet mit solchen Kollegen und versucht ihnen klar zu machen, dass dies der falsche Weg ist. Wenn sie es nicht anders wissen wollen, zeigt sie an.

Wir sind ehrliche Fahrensleute und wollen an Ansehen gewinnen, wir wollen respektiert und akzeptiert werden und nicht als Kriminelle verschrieen werden.

Wer Gerechtigkeit will, muss für Recht und Gesetz einstehen und gegen Unrecht, wie gegen Ungerechtigkeiten kämpfen.

Kriminelle gehören bestraft!

Berufsehre

Mal ganz ehrlich, wer findet es gut, dass es Kollegen gibt, die sich ihren Job allein durch kriminelles Verhalten zugunsten der Firma sichern?

Wir sind schließlich die Männer und Frauen, die unser ganzes verdammtes Land mit allem versorgen, was jeder jeden Tag braucht.

Wir sind schließlich die Männer und Frauen, die Tag und Nacht auf unseren Straßen unterwegs sind, um alle Menschen in allen Ländern zu versorgen.

Ohne unsere Arbeit könnte heutzutage niemand mehr überleben.

Genau genommen sind wir mit Ärzten gleichzusetzen. Ohne uns gäbe es kein Überleben, keine Wirtschaft, keinen Wohlstand, keine Zukunft.

Aber Ärzte dürfen nicht streiken, sie haben einen Eid geleistet.

Wir dürfen das schon!

Ärzte sind zwar etwas besonderes, aber auch sie haben keine Lobby. Sie dürfen sich gegen Ungerechtigkeiten nicht wehren. Aber wie sollen sie für unsere Gesundheit sorgen, wenn für die Heilbehandlung und wirksame Medikamente nicht bezahlt wird?

Früher kamen die Mitarbeiter von Krankenkassen mit ihren Privatwagen zur Arbeit, heute mit fetten Dienstwagen. In den Tempeln ihres Seins brennt Tag und Nacht das Licht, auch an Feiertage und sogar über Weihnachten bis nach Neujahr, sogar die Parkplätze sind permanent beleuchtet.

Aber nicht etwa, weil dort gearbeitet würde...

... nein, das muss so sein, damit sich eventuelle Einbrecher in der Dunkelheit nicht den Arsch brechen ...

Wie krank ist unsere Gesellschaft denn eigentlich, und wie lange werden wir diesen Wahnsinn noch ertragen und für solchen Schwachsinn bezahlen?

Was wäre wenn...

ab morgen kein LKW mehr seinen Parkplatz verlassen und jeder Fahrer im Bett bleiben würde?

Die Supermärkte blieben leer...

  • kein frisches Fleisch
  • kein frische Gemüse
  • kein frisches Obst
  • keine Getränken, Lebensmittel oder andere dauernd benötigte Produkte des täglichen Lebens

Die Industrie bleibe ohne Nachschub, keine Rohstoffe mehr für die...

  • Lebensmittelindustrie
  • Stahlindustrie
  • Kunststoffindustrie
  • Bedarfsindustrie

Innerhalb weniger Stunden, maximal innerhalb von zwei Tagen wären alle Regale und Depots leergekauft und es gäbe noch nicht einmal mehr Papiertaschentücher, Klopapier oder andere Dinge des täglichen Lebens.

Macht

Ja, wir haben die Macht, die Macht etwas zu ändern.

Wir Kraftfahrer haben sogar mehr Macht, als eine Atombombe, Ihr alle habt nur noch keine Ahnung, was Ihr tun müsst, diese Macht auch nutzen zu können.

Das geht nur, wenn wir alle in der selben Liga spielen. Wenn wir streiken wollen, muss unser Lebensunterhalt gesichert sein. Das geht nicht ohne die Gewerkschaften.

Wir müssen genau genommen einfach nur nichts tun und der Obrigkeit mitteilen, dass wir um unsere Macht wissen, denn die denken, wir sind nur dumme Kutscher.

Jeder einzelne von uns entscheidet darüber, ob er

  • weiterhin Augen und Ohren geschlossen lässt, damit er auch in Zukunft nur rummosern und sich in seinem Leid bedauern kann, oder
  • endlich die Dinge in die eigene Hand nimmt, um etwas gegen die Missstände zu unternehmen.

Der Gesetzgeber verlangt von uns, das wir uns weiterbilden. Die sachlichen und fachlichen Anforderungen sind einleuchtend und plausibel. Die neuen Gesetze sind zu akzeptieren und zu respektieren, alles ist gut so, denn so können wir uns als Facharbeiter und echte Profis qualifizieren.

Aber was soll das?

Es ist natürlich auch den Politikern klar, dass wir Fahrer nicht eben der gebildetesten Klasse unserer Gesellschaft angehören. Vielleicht halten sie uns ja auch für solch absolute Blödmänner, die sie für ihre Ziele einspannen können.

Immerhin haben wir das Gegenteil noch nicht bewiesen.

Es reicht!

Wir wissen um die mögliche Macht unseres Berufsstands. Schaffen wir also die Voraussetzungen für eine Revolution!

  • Vereinigung mit anderen Gruppen, besonders mit denen, die sich nicht wehren können. Solidarität z.B. mit Ärzten
  • Schaffung eines neuen Tarifsystems, das Zeitarbeits- und andere Lohndumpingunternehmen abschafft, und...
  • eine Einkommensstruktur herstellt, die ihrem Namen gerecht wird.

Herr Westerwelle hat natürlich recht damit, wenn er sagt, dass jemand der arbeitet mehr Geld haben muss, als jemand, der nicht arbeitet.

Aber... er vergisst zu erwähnen, dass jemand, der viele Jahre gearbeitet hat auch besser gestellt sein muss, als jemand, der noch nie gearbeitet hat.

Machen wir uns doch nichts vor. Ein Kraftfahrer im Nahverkehr, selbst wenn er nachts ackert und die Supermärkte mit allem versorgt, was am nächsten Tag gebraucht wird, verdient zwischen 2.000 und 2.200 Euro brutto.

Super, satte 23% und mehr geht ab für die Sozialversicherung, dann kommt auch noch die Steuer. Was bleibt denn da noch?

Gehen wir doch einmal von einem Familienvater mit zwei Kindern aus, der eine entsprechend große Wohnung hat, in der die beiden Kinder ihr eigenes Zimmer haben (ges. vorgeschrieben. 90m²). Die kostet nicht unter 700 € warm.

Abgesehen von ein wenig Wohngeld und abzüglich der festen Kosten für Telefon (DSL), Handys, Versicherungen und anderen Fixkosten, bleiben meist weniger als 300 €. Zusammen mit dem Kindergeld, ergibt das gerade einmal 150 € Haushaltsgeld pro Woche.

Nach Hatz IV hast Du ungefähr dasselbe, wie ein Kraftfahrer.

Jeder normale Kraftfahrer fragt sich jetzt:

„Warum gehe ich jeden Tag 12 Stunden ackern, wenn ich am Ende nicht mehr habe, als jemand, der nichts tut?“

Zwölf und mehr Stunden pro Tag,  an mindestens 5 Tagen die Woche, ergibt bei 2.200,- € Brutto, Günstigenfalls einen Stundenlohn von 8,50 €.

Facharbeiter

Kraftfahrer sind Spezialisten, also Facharbeiter und sollten ebenso eingestuft werden.

Hey hallo... Wir müssen uns dauernd den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt anpassen und uns entsprechend weiterbilden. Wir Fahrer müssen immer mehr wissen, immer mehr können und immer mehr Verantwortung übernehmen, wann gibt’s denn bitteschön immer mehr Geld?

Es gibt auch im Nahverkehr kaum einen Kraftfahrer, der weniger als 200 Stunden pro Monat arbeitet. Damit er seiner Familie auch nur den Hauch angemessenen Wohlstandes bieten kann, sollte der Stundenlohn nicht unter 14,-€ liegen.

Andere Facharbeiter haben einen Stundenlohn zwischen 20 und 25 Euro. Also, was ist los mit Dir, Du hast in Deinem Job mindestens soviel auf der Pfanne, wie die in ihrem, Du bist Facharbeiter.

Gesellenbrief

Wenn Du vor dem entsprechenden Stichtag Deinen Führerschein schon hattest, bist Du automatisch, aufgrund Deiner Berufserfahrung bereits ein Berufskraftfahrer.

Wenn Du allerdings den Facharbeiterbrief für EU-Berufskraftfahrer haben willst, musst Du eine entsprechende Prüfung vor der IHK ablegen. (Grundqualifikation nach BKrFQG)

 

 

HauptseiteAus-und WeiterbildungEure FotosForumKontaktImpressum